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"JOY-Club will nicht eines unter vielen Sex-Portalen sein, wir wollen DAS Sex-Portal sein!"

Carolin Heinelt

Pressechefin des Sexkontaktanzeigen-Portals JOY-club

Wir führten das Interview am 1. Dezember 2009.

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Heute sind wir mit der Pressechefin des Sexkontaktanzeigen-Portals JOY-club Carolin Heinelt zum Interview verabredet. Wir wollen mit ihr über den JOY-club sprechen und entlocken ihr dabei das ein oder andere interessante Geheimnis.

Das ist JOYclub.at:

Online-Community für Freunde der niveauvollen Erotik, seit 2008 in Österreich

Gesamtbewertung:

Größe der Kartei:

112.000
aus Österreich

Premium-Kosten:

ab 9,90€ / Monat

Der JOY-club ist einer der wenigen Portale, die ohne großartige Marketingaktionen heute zu den Marktführern unter den Portalen für Sexkontaktanzeigen zählt. Frau Heinelt, erzählen Sie uns doch bitte etwas über diese Erfolgsgeschichte. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Sie haben bereits das richtig Stichwort gegeben: Ohne großartige Marketingaktionen haben wir es an die Spitze geschafft! Wir waren von unserem Erfolg eigentlich selber überrascht. Wir haben eine Plattform zur Verfügung gestellt, die anscheinend genau zur richtig Zeit kam - sie wurde von den Leuten sehr gut angenommen. Das hat sich schnell herum gesprochen - und so ist die Anzahl der Mitglieder immer weiter gewachsen. Inzwischen haben wir eine große JOY-club-Community, die ein starkes Wir-Gefühl entwickelt hat. Es gibt rund 750.000 JOY-club-Liebhaber, davon kommen rund 40.000 aus Österreich.

Was ist das Erfolgsrezept des JOY-clubs? Sie haben für ein Sexportal eine ungewöhnlich hohe Frauenquote - wie machen Sie das?

Wir achten sehr stark darauf, dass die Etikette bei uns eingehalten wird. Selbstdarsteller und Leute, die andere belästigen, werden bei uns nicht toleriert. Wir verstehen uns als niveauvolle Community für Liebe und Erotik. Wir wollen nicht eines unter vielen Sex-Portalen sein, wir wollen DAS Sex-Portal sein. Es geht ja bei uns auch nicht nur um den reinen Sex, es geht vielmehr um das erotische Zusammenspiel zwischen Menschen. Und dazu gehört eben mehr. Man muss bereit sein, ehrlich und offen miteinander umzugehen, den Humor darf man dabei auch nicht vergessen. In einem solchen Klima fühlen sich die Frauen beschützt und ernst genommen. So ist JOY-club zu dem geworden, was er ist.

Welche zusätzlichen Features bieten Sie beim JOY-club jenseits von Kontaktanzeige/Chat/Mail an?

Wir haben eine extra Rubrik für erotische Fotos. Unser Portal ist in der letzten Zeit ein Magnet für Liebhaber von heißen Erotik Shootings und Aktfotografie und für professionelle oder semiprofessionelle Fotografen geworden. Viele unserer Mitglieder lassen sich gerne von jemandem ablichten, der sein Handwerk versteht und präsentieren stolz ihre Bilder in ihrem Fotoalbum.

Außerdem gibt es ein Forum, in dem sich unsere Mitglieder austauschen können. Hier steht das soziale Netzwerk ganz im Vordergrund. Unser Forum zeigt auch, wie lebendig unser Commmunity ist: Es gibt täglich mehrere hundert neue Einträge.

Der JOY-club bietet derartig viele Möglichkeiten: Forum, Fotosessions, Live-Videos, Swingerpaten... Was empfehlen Sie einem Einsteiger?

Zunächst einmal empfehle ich natürlich, sich beim JOY-club anzumelden. Sie dürfen dann auf Bereiche zugreifen, die Nicht-Mitgliedern verwehrt bleiben. Als nächstes können Sie dann nach Lust und Laune herumstöbern. Über Ihren persönlichen Bereich "Mein JOYclub" haben Sie gebündelt Zugriff auf Ihre Nachrichten, Ihre Kontakte und Lieblingsbilder. Wir schreiben niemandem vor, womit man anfangen soll. Das ist Ihrer ganz persönlichen Präferenz überlassen. Die meisten spüren ohnehin, wo es sie zuerst hinzieht.

Wenn ich unbedingt etwas empfehlen sollte, dann sind dies mit Sicherheit die Fotoalben der Mitglieder. Hier gibt es sehr liebevoll gemachte Bilder, die durchaus in die Kategorie "Erotische Kunst" fallen. Hier kann man sich auch ein wenig "Appetit" auf mehr holen.

Wer jetzt schon Lust auf mehr hat, kann sich durch die Kontaktanzeigen klicken und gleich schon erste Kontakte knüpfen, daten oder chatten. Das kommt natürlich auf Ihr Temperament an. Viele lassen sich aber auch erst einmal Zeit, lassen die Bilder und Anzeigen auf sich wirken, erfreuen sich an den Fotos und schwelgen in den Möglichkeiten.

Clubs und Nightlife sind auch interessante Themen. Hier können die im JOY-club geknüpften Kontakte im realen Leben fortgeführt und intensiviert werden.

Unsere Leser fragen uns immer wieder, wie man ein ernst zu nehmendes JOY-club-Mitglied in der Community wird. Was muss man dafür tun?

Für den JOY-club gelten dieselben Regeln wie im "normalen" Leben auch: Behandeln Sie andere mit Respekt, bleiben Sie authentisch und bringen Sie sich nach Möglichkeit aktiv ein. Machen Sie deutlich, was Ihre Vorlieben sind, was Sie sich wünschen und wo die Reise hingehen soll - dann werden Sie von den anderen auch nicht missverstanden.

Wem eine Selbstdarstellung zunächst schwer fällt, dem helfen wir mit einem Textgenerator. Die vorgefertigten Texte können Sie dann nach Ihren Bedürfnissen umstricken. Und noch etwas: Wer ehrliche und selbstbewusste Statements macht, hat eine sehr sexy Ausstrahlung und spricht genau die Mitglieder an, die zu den eigenen Vorlieben passen.

Beim JOY-club gibt es so gut wie keine Werbung, kein Spam und keine niveaulosen Einträge. Wie schaffen Sie es, dass die JOY-club-Seiten so niveauvoll bleiben?

Wenn Sie sich das Thema "Sexkontakte" auf die Fahne geschrieben haben, dann werden natürlich auch all diejenigen angelockt, die damit Geschäfte machen bzw. solche, die nicht damit umgehen können. Zunächst einmal ist es so, dass wir unseriöse Einträge eliminieren sobald sie uns auffallen. Auch hier hilft uns die Community, die sofort Alarm schlägt und solche Einträge meldet.

Jedes Mitglied beim JOY-club erkennt seine Verantwortung, mit dem Thema Sexualität angemessen umzugehen. Auch hier gibt es eine große Bandbreite von Ausdrucksmöglichkeiten: Frivole oder humorvolle Einträge können auch ein Stilmittel sein. Die Mitglieder möchten einfach nicht, dass ihre Community "beschmutzt" wird. Und so kommt es auch, dass sich unsere Community an dieser Stelle selbst reguliert.

Wir haben aber auch einen Stab von Mitarbeitern, die das Portal regelmäßig von niveauloser und unseriöser Einträgen "säubern".

Welche anderen Datingportale sind top?

testbericht C-Date AT

 1.
C-Date AT

testbericht The Casual Lounge AT

 2.
The Casual Lounge AT

testbericht AdultFriendFinder.com

 3.
AdultFriendFinder.com

Wie behandeln Sie beim JOYclub "professionelle" Angebote - also Angebote mit ausschließlich finanziellen Interessen?

Profile, aus denen ersichtlich ist, dass es sich hierbei um gewerbliche Angebote handelt, sollten auch als solche gelistet werden. Ein Missbrauch wird von anderen Mitgliedern aber auch sehr schnell gemeldet, so dass wir gegebenenfalls korrigierend eingreifen können.

Das Pflegen des Portals und das Ausmisten niveauloser oder unseriöser Einträge ist bestimmt eine personal- und zeitintensive Angelegenheit. Wie viele Mitarbeiter sind beim JOY-club denn mittlerweile beschäftigt?

Wir achten beim JOY-club sehr auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Wir achten besonders darauf, dass der Jugendschutz auf unseren Seiten eingehalten wird. Alle Profile, die Texte und vor allem die Bilder und Videos werden auf jugendschutzrechtliche Belange untersucht und gegebenenfalls gelöscht. Im BDSM-Bereich müssen wir darauf achten, dass es nicht zu einer Gewaltverherrlichung kommt. Darstellungen mit Gewalthandlungen gegenüber Frauen sind immer besonders grenzwertig. Es geht aber meist aus dem Kontext hervor, dass sich alles im legalen Bereich bewegt. Andernfalls müssten wir eingreifen.

Außerdem sorgen Moderatoren dafür, dass die Diskussionen im Forum in geordneten Bahnen verlaufen. Bricht ein Mitglied die JOY-club-Regeln, genügt meistens eine Verwarnung, um diesem Einhalt zu gebieten.

Ich stimme Ihnen zu, das alles zusammen ist sehr zeit- und personalintensiv. Auch das technische Backend will gepflegt werden: All die Mitarbeiter, die sich um einen reibungslosen Ablauf kümmern, um die Server, die Programmierung, die Usability unserer Plattform. Zusammen genommen sind es fast drei Dutzend Menschen, die mittlerweile für den JOY-club arbeiten.

Reicht es Ihren Mitgliedern, sich in der Community über erotische Themen auszutauschen? Wie hoch ist das Interesse der JOY-club-Mitglieder an erotischen Dates?

Das ist individuell sehr verschieden. Viele haben ganz konkrete Absichten. Einige möchten ihre Wünsche und Phantasien so schnell wie möglich ausleben, andere lassen sich mehr Zeit. Sich zunächst oder ausschließlich verbal-erotisch auszutauschen, diese Möglichkeit wird bei uns natürlich auch sehr gerne genutzt. Über den JOY-club-Chat oder die Clubmails haben unsere Mitglieder die Möglichkeit, sich näher zu kommen. Das ist auch das Interessante an unserem Online-Medium: Man erfragt vorab viel mehr von dem anderen als man dies vielleicht offline tun würde.

Der JOY-club versteht sich ja nicht als Online-Partnervermittlung. Trotzdem kommt es vor, dass einige Ihrer Mitglieder den Partner fürs Leben gefunden haben. Wie hoch liegt hier die Quote?

Hier sind wir auf Schätzungen angewiesen. Genaue Zahlen kann ich Ihnen dazu leider nicht nennen. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn wir davon erfahren. Man muss aber auch sagen, dass wir einen anderen Schwerpunkt haben. Unser Fokus liegt - das sagten Sie ja bereits - nicht auf der Partnervermittlung, sondern auf der Vermittlung von erfüllenden sexuellen Kontakten. Dass dabei auch mehr passieren kann, liegt in der Natur der Sache.

Wir haben viele Singles unter den Mitgliedern. Viele haben bereits eine Partnerschaft hinter sich und manche von ihnen sind etwas beziehungsmüde. Darum wünschen viele ausschließlich einen sexuellen Kontakt. Ist dieser erst einmal hergestellt, interessieren sich dann auch wieder viele für den Menschen dahinter. Viele bekommen durch einen schönen erotischen Kontakt auch wieder Spaß an einer Beziehung.

Es gibt bei Ihnen viele Vertreter der eher etwas exotischen Spielart der Sexualität. Wie hoch schätzen Sie beim JOY-club den Prozentsatz jenseits des "Normalen" ein?

Darf ich Ihnen eine Gegenfrage stellen: Was ist für Sie "normal"? Das ist doch in erster Linie eine Definitionsfrage! Sexualität hatte schon immer eine enorme Brandbreite. Was für den einen erfüllend ist, ist vielleicht für einen anderen eher abschreckend. Die Sexualität ist so unterschiedlich wie die Menschen, die sie ausüben.

Ich stimme Ihnen aber in einem Punkt zu - Normalität sieht in den Köpfen doch vielfach noch so aus: Ein Paar ist eine Frau und ein Mann - sie liegt unten, er liegt oben. Der Sex dauert fünf Minuten. Das war's. Das diese Vorstellung immer noch propagiert wird, führt dazu, dass viele Ehen zum Beispiel sexuell sehr unbefriedigend sind. Viele haben Schwierigkeiten damit, ihre sexuellen Vorlieben zu artikulieren, ja, sich dieser erst einmal bewusst zu werden. Über viele Jahrzehnte waren viele Themen der Sexualität tabuisiert. Schwul zu sein, war sogar in vielen Ländern illegal! Erst jetzt, in der modernen und aufgeklärten Gesellschaft, die wir haben, können wir uns von diesen Fesseln befreien. Ich finde, wir leisten dazu einen sehr guten Beitrag. Denn das Motto bei uns ist: Alles kann, nichts muss - und jeder, wie er mag!

Frau Heinelt, vielen Dank für dieses Gespräch!

Neugierig geworden?

Das Interview führte:

Daniel Baltzer beobachtet seit 2006 die Welt der Singlebörsen in Österreich und gilt in den Medien als führender Experte zum Thema. Seine Frau hat er allerdings nicht online kennen gelernt.
» Ich freue mich auf Ihre Anregungen!

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