"Mit Behavioral Matchmaking™ erreichen Zoosk-Nutzer schneller Datingerfolge als bei anderen Portalen."

Alex Mehr

Zoosk Mitbegründer und Präsident

Wir führten das Interview am 25. April 2014.

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Zoosk, mit über 30 Millionen aktiven Mitgliedern weltweit eines der größten Social Dating Portale überhaupt, ist made in USA und geht auch hier in AT mittlerweile ab wie eine Rakete. Auch wenn viele Zoosker in Österreich nicht einmal genau wissen, wie sie die Dating-Plattform denn am besten aussprechen sollen: Zosk mit Zorro-Z und Moskau-O? So klingt die häufigste phonetische Spielart. Richtig amerikanisch korrekt müsste es wohl Souusk - mit geschwungenem U und Suppen-S heißen. Wir konnten es kaum erwarten, Alex Mehr, Mitgründer und Präsident von Zoosk, zu fragen, warum es denn so ein merkwürdiger Name sein musste...

Das ist Zoosk.com:

Weltweit aktives US-Datingportal aus dem Facebook-Umfeld, Gründung 2007

Gesamtbewertung:

Größe der Kartei:

75.000
Registrierungen aus Österreich pro Jahr

Premium-Kosten:

ab 14,99€ / Monat

Mr. Mehr, entweder ist das die am häufigsten oder eine nie zuvor gestellte Frage: Wie kommt das Social Dating Portal Zoosk zu seinem Namen? Und gibt es da eine tiefere Bedeutung, die wir noch nicht kennen?

Alex Mehr: Das ist das Ergebnis einer absolut strategischen Überlegung: Unser Name sollte mit "Z" beginnen, denn "Z" ist ein sexy Buchstabe. Dann wollten wir unbedingt das Doppel-o integrieren, denn "oo" haben schließlich viele erfolgreiche Unternehmen im Namen - Facebook, Google, Yahoo. Und wir wollten mit einem "k" enden, ganz einfach weil das "K" der am häufigsten vorkommende Konsonant in allen Sprachen ist.

Wir umgehen den üblichen Fragenkatalog
und schauen uns stattdessen an,
wie sich die User auf Partnersuche bei Zoosk verhalten.

Uns interessiert einmal der direkte Vergleich zwischen USA und den deutschsprachigen Ländern, in denen Zoosk vertreten ist: Welche Gemeinsamkeiten und welche größten Unterschiede gibt es zwischen beiden im Hinblick auf Online-Dating?

Den größten Unterschied zwischen europäischen und amerikanischen Usern finden wir in punkto Sicherheitsbedürfnis - vor allem Österreicher, Schweizer und Deutsche legen viel Wert auf Datensicherheit, damit gehen die Amerikaner spürbar unbeschwerter um.

US-User sind auf jeden Fall erfahrenere Online-Dater, sie sind einfach "geschulter" in allen Fragen beim Online-Dating. Wenn ein amerikanischer Single beim Online-Dating auf ein verdächtiges Profil stößt, meldet er oder sie uns den Fakeverdacht in der Regel umgehend oder blockiert das Profil. Bei den europäischen Usern erleben wir das selten - Amis und User aus dem deutschsprachigen Raum legen unterschiedliche Verhaltensweisen beim Dating an den Tag.


Die Zoosk-Zentrale hat ihren Sitz in San Francisco - wie viele Mitarbeiter sind inzwischen bei Zoosk.com beschäftigt?

Insgesamt arbeiten 177 Leute für Zoosk.


Zoosk hat ja Claims wie das "romantische soziale Netzwerk" oder die "clevere Art" des Online-Dating: Für welche Hauptzielgruppe ist die Plattform denn gedacht?

Zoosk richtet sich prinzipiell an Leute, die ernsthaft nach einem Partner suchen, aber bei uns werden nicht unbedingt Lebenspartner zum Heiraten vermittelt, so wie man das in den USA von einer klassischen Partnervermittlungen erwartet. Unser Ziel ist es, dass Leute eine rundum erfüllte Partnerschaft leben. Uns geht es weniger um bestimmte Arten von Beziehungen, sondern mehr darum, was Partnerschaft und Erfüllung für den Einzelnen bedeutet.

In den USA ist die Zoosk-Zielgruppe im Schnitt fast 9 Jahre jünger als User auf anderen großen Online-Dating Plattformen und Partneragenturen. Der durchschnittliche Zoosk-User ist Ende Zwanzig - Anfang Dreißig. Die gesamte Spannbreite ist natürlich viel größer, wir haben auch Leute um die 60 oder sogar 70, die auf Zoosk erfolgreich unterwegs sind.

Zoosk-Herzen


Und was ist das größte Unterscheidungskriterium von Zoosk zu Badoo oder FriendScout?

Ein Großteil aller Datingportale stützt sich ja auf einen mehr oder weniger komplexen Fragebogen, den die User bei der Registrierung erstmal ausfüllen müssen. Als wir 2007 mit Zoosk gestartet sind, haben wir festgestellt, dass auch in den meisten Profilen Angaben abgefragt werden zum persönlichen Background, dazu, wen und was jemand sucht und für welchen Typ Mensch man sich besonders interessiert. Unserer Erfahrung nach ist den Leuten aber gar nicht bewusst,  wonach exakt sie suchen, bevor sie nicht ein konkretes Profil entdecken und sich dafür interessieren.

Also wollten wir ein Feature entwickeln, das statt der vagen Vorstellungen vom Wunschpartner, das tatsächliche Verhalten der User auswertet um auf diese Weise Profile zu erstellen, die auf den wirklichen Vorlieben der Nutzer basieren.


Sie sprechen über "verhaltensbasiertes Matchmaking", richtig?

Genau. Amazon war der erste Anbieter, der mit diesen Parametern gearbeitet hat - es wird registriert, welche Produkte Sie anklicken und was Sie tatsächlich kaufen und darauf basierend werden Ihnen weitere Produkte vorgestellt, die interessant für Sie sein könnten. Zoosk hat dieses Prinzip aufs Online-Dating übertragen. Wir werten eine Vielzahl von Daten aus, die Aufschluss über das Verhalten, sprich die tatsächlichen Vorlieben der Zoosk-User geben. Darauf basierend können wir auch die Kontaktvorschläge immer weiter verfeinern und genau auf den einzelnen User bei Zoosk abstimmen.


Also "Online-Dating auf clevere Art", wie es im Zoosk-Claim heißt, durch das Behavioral Matchmaking™  - Wie genau funktioniert diese Technologie?

Die patentierte Behavioral Matchmaking™ Technologie von Zoosk ermöglicht es auf eine komplett neue Art und Weise, Personen zu matchen. Das System bei Zoosk ist lernfähig, es "beobachtet" die das Klickverhalten und die Interaktion der Mitglieder, verarbeitet also, was sie de facto machen. Das Matchmaking bei Zoosk basiert eben nicht auf einem statischen, standardisierten Fragebogen, der die Mitglieder in grobe Gruppen unterteilt und dementsprechend einander zuordnet.

Das Zoosk-Prinzip ist dynamisch und passt sich individuell auf jedes einzelne Mitglied an. Alle Signale, die vom User kommen - wen klicke ich an, wen ignoriere ich, wem schicke ich eine Nachricht und auf wessen Anfrage reagiere ich - werden eingespeist in das verhaltensbasierte Matchmaking. Das macht es uns möglich, dem einzelnen Mitglied Kontaktvorschläge anzuzeigen, die er oder sie sehr wahrscheinlich positiv beantworten wird.


Ein lernfähiges, sich weiterentwickelndes Matching-System, ist das eine kleine Revolution in der Online-Partnersuche?

Der ganze Algorithmus ist auf wechselseitige Anziehung hin ausgerichtet, deswegen denken wir, dass Zoosk User schneller zu ihrem persönlichen "Datingerfolg" gelangen als auf anderen Portalen.

Einige andere Plattformen haben das Ziel, den Usern über Suchfilter eine größtmögliche Auswahl an Partnervorschlägen zu bieten, bei Zoosk hingegen wollen wir Ihnen die passenden Partner in schnellstmöglicher Zeit vorstellen.

Die Auswertung von Klick-Aktivitäten und Mitglieder-Interaktivität schenkt uns aber noch viel weitreichendere Erkenntnisse. Anhand der Zoosk-Statistiken sind wir sogar in der Lage, eine richtige Kartographie des Partner-Suchverhaltens in Österreich, Schweiz und Deutschland zu erstellen - wir können zum Beispiel sehen, dass die Singles aus den südlichen Regionen tendenziell lieber unter sich bleiben, während die Zoosk-Mitglieder aus den nördlichen Regionen auch fleißig Kontaktanfragen über die Landesgrenze hinaus versenden.


Wie interessant für so einen Global Player wie Zoosk überhaupt der deutschsprachige Markt?

Zwei wichtige Aspekte sind Datenschutz und Sicherheit, vor allen Dingen im Hinblick auf internationales Recht. Singles auf Online-Partnersuche stellen in der DACH-Region, also Österreich, Schweiz und Deutschland, per se höhere Ansprüche als US-Amerikaner vor allem an die Datensicherheit.

Zu unseren allgemeinen Grundsätzen gehört, dass wir keine Werbung auf unserer Seite schalten und auch niemandem irgendwelche Daten zu Werbezwecken weitergeben, das ist also kompatibel mit dem europäischen Markt. Österreich ist alles in allem für Zoosk eine spannende Herausforderung, wir betreten hier natürlich auch Neuland und müssen noch einiges dazulernen.


Und warum spannend?

Wir denken, ein Social Dating Portal wie Zoosk passt gerade mit dem verhaltensbasierten Matchmaking ausgezeichnet auf den österreichischen Dating-Markt, denn damit bieten wir etwas Neues und anderes als die anderen. - Wir umgehen den üblichen Fragenkatalog, schauen uns stattdessen an, wie sich User auf Partnersuche verhalten und darauf basieren dann unsere Partnervorschläge, die im wahrsten Sinne des Wortes individuell auf die "echten" Vorlieben der User zugeschnitten sind.

Zoosk Founder Alex Mehr
Die herzliche und offene Art von Zooskgründer Alex Mehr gefiel dem ganzen Team, auch Marketing Managerin Karolina vom Singlebörsen-Vergleich freute sich, ihn zu treffen.


Wir haben eine ganze Reihe anderer amerikanischer Datingprojekte kennengelernt, die hier im deutschsprachigen Raum mehr oder weniger gescheitert sind: match.com, ashleymadison, plentioffish...  Was glauben Sie, machen Sie anders mit Zoosk, um sich hier am Markt zu halten?

Wir versuchen vor allem, aus unseren internationalen Erfahrungen zu lernen, dabei auch kulturelle Unterschiede beim Online-Dating zu berücksichtigen und unser Produkt dementsprechend fein auf den jeweiligen Kontext abzustimmen. Wir denken, dass die lokale Anpassung des Portals ein Schlüsselfaktor zum Erfolg ist.

Dabei versuchen wir aber dennoch, mit Zoosk ein Produkt zu entwickeln, das nicht US-spezifisch ist und nur auf eine einzelne Datingkultur abgestimmt ist, sondern das im Prinzip für Singles auf der ganzen Welt gleichermaßen funktioniert. Das verhaltensgesteuerte Matching, das dem Zoosk-System zugrundeliegt, ist global einsetzbar und damit also auch geeignet, um österreichischen Singles zu einem erfüllten Beziehungsleben zu verhelfen.


Wie wichtig ist Mobile für Zoosk.com
?

Mobile spielt natürlich eine große Rolle für uns. Wir haben Zoosk so aufgezogen, dass es sehr gut in der mobilen Nutzung funktioniert, denn es gibt hier keine langwierigen formalen Vorgänge und Fragebögen. Die Leute greifen von unterschiedlichen Plattformen auf Zoosk zu. So können Sie zum Beispiel für die mobile Version zahlen, aber über Ihren heimischen Bildschirm auf Zoosk unterwegs sein. Online und mobile Nutzung ergänzen sich also bei uns gegenseitig.

Wir lieben die persönlichen Glücksgeschichten,
denn es ist immer ein Erfolg zu wissen,
dass wir Leuten dabei geholfen haben, sich zu finden. 

Im Video-Spot "Zoosk beats the competition" stellen Sie über das Erfolgspärchen ja den direkten Vergleich zwischen Zoosk.com und Match.com an und scheuen auch nicht die Aussage, dass Partnersuche über Zoosk erfolgreicher ist. Hat das keinen Ärger mit der Konkurrenz gegeben?

Nein, uns ist jedenfalls keine Reaktion auf dieses Video zu Ohren gekommen. Uns geht es ja in erster Linie darum, uns von den anderen Anbietern abzusetzen und klar herauszustellen, auf welche Weise Zoosk eben anders ist. Darum berichten wir gerne darüber, wie Leute ihre Erfahrungen mit Zoosk gemacht haben, und daher auch das Pärchen im Video. Die beiden haben sich bei Zoosk kennengelernt und sind einfach sehr glücklich, dass ihnen das widerfahren ist.

Sie hatten in der Tat beide vorher Match.com ausprobiert und uns erzählt, dass sie beide total enttäuscht waren vom Online-Dating und dann hatte jeder von beiden für sich entschieden, Zoosk einfach mal auszuprobieren. Wir lieben solche persönlichen Glücksgeschichten, denn es ist immer ein Erfolg zu wissen, dass wir Leuten dabei geholfen haben, sich zu finden.


Einfache, kostenlose Mobile Apps wie Tinder werden mittlerweile auch hier zulande zum großen Hit. Wie stehen Sie für diesem Trend? Betrachten Sie Tinder als Konkurrenz?

Wir betrachten Tinder als eine Art Online Dating Spiel, das über eine kurze Dauer heißbegehrt ist. Das ist so lange cool, bis es alle ausprobiert haben. Tinder verfolgt andere Prinzipien als Zoosk, hier herrscht nur eine sehr geringe Motivation, nach einer ernsthaften Partnerschaft zu suchen. Bei Tinder geht's eher um Flirts und lockere Dates ohne Verpflichtung. In der Liga spielen wir nicht und das ist auch gar nicht unser Ziel.


Die Online-Dating-Plattform Zoosk ist in 80 Ländern verfügbar und in 25 Sprachen zu haben - ein weltweit erfolgreiches Unternehmen also. Um damit zur letzten Frage für heute zu kommen: Was ist der größte Wunsch, der sich für Zoosk noch erfüllen soll?

Unsere Mission für die Zukunft? - Wir wollen Leuten dabei helfen, eine glückliches Beziehungsleben zu führen. Und wir wollen mit Zoosk genau dafür das denkbar beste Produkt bieten, um Menschen auf der ganzen Welt in unterschiedlichsten Kulturen, unterschiedlichen Altersstufen und mit unterschiedlichen Vorlieben in eine erfüllte Partnerschaft zu bringen. Das ist eine große Aufgabe, die Zoosk sich da gestellt hat, und die versuchen wir Schritt für Schritt zu bewältigen. In den USA sind wir die Nummer 1, aber bis wir in jeden Land die Nummer 1 sind, gibt es noch eine ganze Menge zu tun.


Alex Mehr, wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch und wünschen Ihnen mit Zoosk.com weiterhin viel Spaß und Erfolg!

Neugierig geworden?

Das Interview führte:

Daniel Baltzer beobachtet seit 2006 die Welt der Singlebörsen in Österreich und gilt in den Medien als führender Experte zum Thema. Seine Frau hat er allerdings nicht online kennen gelernt.
» Ich freue mich auf Ihre Anregungen!

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