Verliebt dank Netzwerkeffekt!

Dating Plattformen:
Verliebt dank Netzwerkeffekt!

Veröffentlicht am 15. April 2019

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Art, wie Menschen arbeiten, kommunizieren und konsumieren, sondern auch, wie sie ihren Partner finden. Dass Dating-Plattformen so erfolgreich sind, hängt vor allem mit ihren ökonomischen Eigenschaften zusammen.

Mehr als 200 Millionen Menschen tummeln sich weltweit jeden Monat auf digitalen Dating-Plattformen wie Tinder, Ok-Cupid und Parship, so das englische Wirtschaftsmagazin "The Economist".

In Österreich nutzen laut Schätzungen der Match Group, die auch Tinder betreibt, 10 Prozent der Bevölkerung solche Angebote. Und die Nachfrage steigt rasant.

Tinder in Zahlen

So haben weltweit zwischen 2015 und 2018 zunehmend mehr User Tinder genutzt. Lagen die zahlen 2015 noch bei rund 430.000 Usern, so lagen sie 2016 bereits bei 1,26 Millionen, stiegen 2017 auf 2,41 Millionen an und erreichten schließlich 3,78 Millionen im Jahr 2018.

Der Netzwerkeffekt & warum Konkurrenz schlecht fürs Geschäft ist

Der Boom der digitalen Plattformen lässt sich mit deren ökonomischen Eigenschaften erklären, allen voran ihren Netzwerkeffekten. Konkret heißt das:

Zitat:
Der individuelle Nutzen einer Plattform verändert sich mit der Zahl der Teilnehmer.

So wird ein Dating-Portal für den einzelnen (heterosexuellen) Mann weniger attraktiv, wenn immer mehr Männer das Angebot nutzen – Konkurrenz ist schlecht fürs Geschäft.

Wenn sich aber gleichzeitig mehr Frauen anmelden, weil für sie die Auswahl an potenziellen Partnern steigt, erhöht sich letztlich auch der Nutzen für den einzelnen Mann.

Nutzen Sie den regionalen Netzwerkeffekt:
Österreichs Singlebörsen sortiert nach regionaler Mitgliederanzahl

Durch Suchmasken und detaillierte Profile kann man sich online schnell und unverbindlich über eine große Zahl potenzieller Partner informieren. Das verringert die Suchkosten.

Mehr Singles aus verschiedenen Schichten

Hinzu kommt ein anderer Vorteil: Die Auswahl auf einer digitalen Plattform ist deutlich größer als in der Offline-Welt. Im Netz begegnen sich schließlich nicht nur die Freunde von Freunden und Menschen mit ähnlichen Hobbys, Jobs oder Wohnorten, sondern potenzielle Partner aus allen Regionen, Religionen und sozialen Schichten der Erde.

Die Vorteile der Partnersuche via Internet liegen auf der Hand:

Zitat:
Suchmasken und detaillierte Profile machen es möglich, sich schnell und unverbindlich über eine große Zahl potenzieller Partner zu informieren. Das verringert die Suchkosten.

Die sozioökonomischen Effekte der digitalen Partnersuche sind dagegen weniger eindeutig: Einerseits können traditionelle Milieus aufbrechen, weil sich online auch Menschen treffen, die sich offline aufgrund von Wohnort oder Beruf wohl nie begegnet wären.

Andererseits kann auch das Gegenteil eintreten, wenn Nutzer bestimmte Einkommens- oder Bildungslevel als Suchfilter wählen oder nur eine bestimmte Partei- oder Religionszugehörigkeit akzeptieren.

Quelle: iwd


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