Mit virtuellen Rosen zu mehr Aufmerksamkeit beim Online-Dating

Antwortrate auf Nachrichten steigern:
Mit virtuellen Rosen zu mehr Aufmerksamkeit beim Online Dating

Veröffentlicht am 10. Dezember 2019

Die drängendste Frage aller Männer beim Online-Dating ist endlich beantwortet: "Warum antwortet mir niemand?!". Der Wirtschaftswissenschaftler Alvin E. Roth erklärt, warum Nachrichten unbeantwortet bleiben und wie man mit virtuellen Rosen seine Dating-Chancen erhöht.

So lange es Online-Dating gibt, so lange gibt es bereits das Problem, dass

Zitat:
Männer Nachrichten schreiben aber wenige Antworten erhalten.

Alvin E. Roth hat sich mit dem Thema Online-Dating im Zuge seiner Marktdesign-Arbeit beschäftigt und erstaunlich einfache Antworten und Handlungsanweisungen gefunden, die die Partnersuche via Parship und Co. vereinfachen.

Bei seinen Untersuchungen verglich Roth den Job-Markt mit dem Partnersuche-Markt und stellte fest, dass es in diesen Märkten wichtig für beide Seiten ist, zu wissen, welche Bewerber/Singles ernsthaft interessiert sind und welche nur ihren Marktwert testen wollen.

Wie Männer sich bei der Partnersuche mit "cheap talk" Mails ins Abseits schießen

Dabei stellte sich heraus, dass Männer einen eklatanten Fehler bei der Partnersuche über eine Singlebörse begehen: Wenn Sie keine Antworten erhalten, schreiben sie einfach noch mehr Nachrichten. Das Problem:

Zitat:
Die meisten Frauen erhalten sowieso schon mehr Nachrichten, als sie beantworten können. Besonders attraktive Frauen noch einmal mehr.

Und so gerät die Nachrichten-Lawine in Bewegung mit all ihren negativen Konsequenzen: Die Nachrichten der Männer werden immer weniger aussagekräftig, weil die Männer die Profile der Frauen zunehmend weniger gründlich durchsehen und sich entsprechend weniger Gedanken machen, wie sie die jeweilige Frau anschreiben könnten.

Das Ergebnis: Die Frauen antworten immer weniger auf solche oberflächlichen Nachrichten und die Männer schreiben noch mehr davon. Mit diesen "cheap talk"-Mails, also inhaltslosen Nachrichten, senden Männer damit kein verlässliches Signal an die angeschriebenen Frauen, welche dies merken und entsprechend nicht antworten.

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Nachrichten mit einer virtuellen Rose senden ein stärkeres Signal beim Online Dating aus

In einer Studie aus dem Jahr 2014 fanden zwei Wissenschaftlerinnen (Muriel Niederle und Soohyung Lee) heraus, dass bestimmte Signalisierungsmechanismen aus der Ökonomie auch die Partnersuche übers Internet erleichtern können.

Hierzu gab es eine Veranstaltung bei einer koreanischen Online-Partnervermittlung, bei der Männer und Frauen fünf Tage lang Nachrichten an bis zu zehn Singles senden durften. Jede der teilnehmenden Personen erhielt zudem zwei virtuelle Rosen, welche sie als Signal besonderen Interesses ihren Nachrichten beifügen konnten. 20 Prozent der Teilnehmer erhielten sechs zusätzliche Rosen.

Niederle und Lee wollten herausfinden, welchen Effekt die Rosen auf die Akzeptanzrate von Nachrichtenschreibern hatten. Und sie konnten so auch den Erfolg von Teilnehmern, die viele Rosen hatten, im Vergleich zu denjenigen, die nur wenige hatten, messen.

Und tatsächlich wurden Nachrichten mit Anträgen inklusive angehängter Rose mit einer 20 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit angenommen. Die Teilnehmer, die mehr Rosen zur Verfügung hatten, schnitten auch noch besser ab als diejenigen, die nur zwei Rosen hatten.

Das Signal "eine virtuelle Rose versenden", war beim Online-Dating also effektiv und führte die Nutzer zum Ziel: Sie erhielten mehr Antworten auf ihre Nachrichten.  

Quelle: Alvin E. Roth - 'Wer kriegt was und warum?'


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