Die besten LGBTQ+ Dating-Plattformen für Österreich im Test 05/2026

Ob feste Beziehung, neuer Freundeskreis oder unkomplizierte Begegnung – queere Singles in Österreich brauchen Plattformen, auf denen sie sicher, sichtbar und ohne Versteckspiel daten können. Wir haben die wichtigsten Apps und Partnervermittlungen für die LGBTQ+ Community gestestet.

  • Über 6 % der Österreicher:innen identifizieren sich als LGBTQ+ – die meisten leben in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck.
  • Spezialisierte Plattformen schlagen Mainstream-Apps: weniger Belästigung, mehr passende Profile.
  • Identitäts- und Pronomen-Felder: Achten Sie darauf, dass Ihre Identität korrekt abgebildet werden kann.
  • Sicherheits-Tipp: Diskretionsmodi, Screenshot-Schutz und versteckter Standort sind heute Pflicht.

Vergleichen, ausprobieren, verlieben! Alle vorgestellten Anbieter lassen sich kostenlos testen – machen Sie sich Ihr eigenes Bild, bevor Sie Premium-Funktionen freischalten.

  • 1

    Die beste Partnervermittlung für homosexuelle Singles in Österreich, die eine ernsthafte Partnerschaft suchen.

    125.000 aktive Mitglieder
    56 : 44
    • 125.000 queere Singles in Österreich
    • Ausgewogen: ca. 52 % schwule Männer, 48 % lesbische Frauen
    • Wissenschaftlicher Persönlichkeitstest & TÜV-zertifizierter Datenschutz
    • Höchste Vermittlungsrate für ernsthafte Beziehungen im DACH-Raum
    • Keine spezifischen Optionen für non-binäre oder trans Personen
    • Premium-Mitgliedschaft im gehobenen Preissegment
    • Anmeldung, Persönlichkeitstest, Partnervorschläge, einmalige Antwort auf Anfragen

    • Volle Kommunikation ab 35,94 €/Monat
  • 2

    35.000 aktive Mitglieder
    • Etwa aktive Nutzer in Österreich
    • Seit 2002 etabliert, früher als „GayRomeo" bekannt
    • Starke Community, Reise-Radar & Gesundheits-Helpdesk
    • Auch für bisexuelle und trans Männer offen
    • Fokus liegt klar auf schnellen Treffen, weniger auf festen Beziehungen
    • Optisch und funktional etwas in die Jahre gekommen
    • Einige Fake-Profile in der Community
    • Profil, Suche, Chat, Nachrichten lesen & schreiben, Radar

    • ab 4,99 €/Monat
  • 3

    Die weltweit größte Dating-App für schwule, bisexuelle und queere Männer – mit GPS-Echtzeit-Suche in über 190 Ländern.

    100.000 aktive Mitglieder
    • Größte LGBTQ+-Dating-Community weltweit
    • Nachrichten kostenlos und unbegrenzt senden
    • GPS-Suche mit Entfernungsanzeige in Metern
    • Incognito-Modus für diskrete Profilansicht (Unlimited)
    • Breite Inklusivität: gay, bi, trans, queer
    • Keine Desktop-Version verfügbar
    • Unlimited-Abo sehr teuer (~/Monat)
    • Abo nur über App Store — keine Webpreise
    • Datenschutzkritik in der Vergangenheit bekannt
    • Grundfunktionen, max. 100 Profile sichtbar, Nachrichten, Gaymojis (100)

    • Grindr XTRA ab 3,99 €/Monat (Jahresabo)
    • 18-34 Jahre
  • 4

    Die führende Dating-App für queere Frauen, FLINTA* und non-binäre Personen.

    20.000 aktive Mitglieder
    • Über FLINTA*-Mitglieder weltweit
    • Wurde von queeren Frauen für queere Frauen entwickelt (gegründet 2013)
    • Community-Feed mit lokalen Pride- und Queer-Events
    • Inklusive für lesbische, bi, trans, non-binäre und gender non-conforming Personen
    • Strenge FLINTA*-Richtlinien halten cis Männer aus dem Pool
    • In ländlichen Regionen Österreichs noch dünn besiedelt
    • Bio-Textlimit relativ kurz
    • Trans-Frauen berichten teilweise von eingeschränkter Resonanz
    • Profile, Likes, Chats, Events, Communities

    • ab 5,99 €/Monat
  • 5

    90.000 aktive Mitglieder
    • Größte Lesben-Community im deutschsprachigen Raum (250.000+ Mitglieder)
    • 100 % Frauen-Plattform – keine cis Männer im Pool
    • Auch für bisexuelle Frauen und Trans-Frauen offen
    • Nachrichten lesen & schreiben komplett kostenlos
    • Detaillierte Profile mit Voting-System gegen Fakes
    • Aktive User in Österreich relativ klein (Großteil aus Deutschland)
    • In ländlichen Regionen Österreichs dünn besiedelt
    • Werbung in der Gratis-Version teilweise störend
    • Profil erstellen, bis zu 3 Fotos hochladen, Nachrichten lesen & schreiben, Live-Chat, Besucherliste, Forum, eingeschränkte Suche

    • Premium ab ca. 2,50 €/Monat (12 Monate)
    • 18-45
  • 6

    herzklopfen.tirol – Exklusive regionale Singlebörse für Tirol mit Community-Voting und realen Events.

    7.000 aktive Mitglieder
    45 : 55
    • Regionale Singlebörse speziell für Tirol – kurze Wege zu Dates
    • Voting-System sorgt für hohe Profil-Qualität und kaum Fakes
    • Wissenschaftlicher Persönlichkeitstest mit Matching-Index
    • Modernes, ansprechendes Design und gute Bedienbarkeit
    • Erste 2 Wochen nach Aufnahme komplette Premium-Mitgliedschaft gratis
    • Sehr kleine Mitgliederbasis (ca. 7.000 Profile, davon ca. 3.000 aktiv)
    • Ausschließlich für Tirol – außerhalb des Bundeslandes nicht sinnvoll
    • Voting-Aufnahmeverfahren kann abschreckend wirken
    • Profil erstellen, Voting durchlaufen, Profile durchstöbern (eingeschränkt), Persönlichkeitstest, Events ansehen und teilnehmen

    • Premium-Mitgliedschaft ab ca. 8 €/Monat

1. Was macht eine gute LGBTQ+ Dating-Plattform aus?

Eine gute queere Dating-App unterscheidet sich in mehreren entscheidenden Punkten von einer hetero-orientierten Mainstream-Plattform. Sie muss die Vielfalt der Community widerspiegeln, nicht nur in den Suchfiltern, sondern auch in der Identitätsabfrage: Pronomen, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung – das alles braucht mehr als zwei Felder.

Was eine Top-Plattform für die LGBTQ+ Community im Jahr 2026 auszeichnet:

  • Vielfältige Identitätsoptionen: Mindestens 15+ Geschlechtsidentitäten und 10+ sexuelle Orientierungen (OkCupid, Taimi und HER bieten zwischen 15 und 60 Optionen).
  • Aktive Moderation: Schnelles Entfernen von Fake-Profilen, Belästigern und „Unicorn Huntern“ (Paare, die queere Personen objektifizieren).
  • Diskretions-Features: Inkognito-Modus, Standort-Verschleierung und Screenshot-Schutz – wichtig für alle, die nicht offen leben (können).
  • Community-Funktionen: Veranstaltungen, Gruppen und Foren, die über reines Dating hinausgehen.
  • Sexual-Health-Ressourcen: Integration von HIV-Test-Erinnerungen, PrEP-Infos und Helpdesks (Vorbild: PlanetRomeo, Grindr).

„Sicherheit ist für queere Daterinnen und Dater kein Luxus, sondern Voraussetzung. Eine App, die keinen Inkognito-Modus oder vernünftige Reporting-Funktionen bietet, hat in unserem Test keine Chance auf eine Top-Wertung.“

Aktuelle Trends im LGBTQ+ Dating Österreich 2026

Die queere Dating-Landschaft in Österreich hat sich 2026 deutlich diversifiziert. Während Grindr und PlanetRomeo weiterhin den Markt für schwule und bisexuelle Männer dominieren, hat HER eine echte Lücke für queere Frauen, non-binäre und trans Personen geschlossen. gayParship hat seinen Vorsprung als seriöseste Adresse für eine feste Beziehung im DACH-Raum ausgebaut – mit über Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Politische Übereinstimmung ist laut einer aktuellen Umfrage der wichtigste Matching-Faktor für LGBTQIA+ User – wichtiger als Aussehen oder geteilte Hobbys. Apps wie OkCupid integrieren das längst über entsprechende Matching-Fragen.


2. Vorteile spezialisierter Apps gegenüber Mainstream-Plattformen

Vorteile:

  • Höhere Trefferquote im Pool: Auf einer queer-spezifischen Plattform sind 100 % der Mitglieder potenziell Ihre Zielgruppe – im Gegensatz zu Tinder, wo schätzungsweise nur 7–10 % LGBTQ+ identifizieren.
  • Weniger Belästigung & Catfishing: Plattformen wie HER haben strenge FLINTA*-Richtlinien und Verifizierungssysteme, die cis Männer aus dem Pool für queere Frauen heraushalten.
  • Echte Community statt Pseudonym-Wüste: Über Veranstaltungen (z. B. HER-Parties, PlanetRomeo-Cruising-Guides) entstehen Verbindungen, die über die App hinausgehen.
  • Identitäts-Sichtbarkeit: Pronomen, Pride-Pins, geteilte Werte – queere User können sich vollständig zeigen, statt sich in Kategorien zu pressen, die nicht passen.
  • Klarheit über Absichten: Bei queeren Apps wird offen kommuniziert, ob man eine Beziehung, Freundschaften, polyamore Verbindungen oder ein Hookup sucht – das spart Zeit auf beiden Seiten.

Nachteile:

  • Kleinerer Mitgliederpool in ländlichen Regionen: Außerhalb von Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck wird die Auswahl deutlich dünner – besonders bei lesbischen und trans-Apps.
  • Höhere Premium-Kosten bei kleinen Apps: Spezialisierte Plattformen mit kleinem Markt haben tendenziell höhere monatliche Premium-Preise als Massen-Apps.
  • Mehrere Apps parallel notwendig: Wer queer datet, hat oft 2–3 Apps gleichzeitig laufen (z. B. gayParship für Beziehung + Grindr für Spontankontakte).

3. Plattformen nach Zielgruppe: Wer findet wo wen?

Nicht jede Plattform funktioniert für jede Identität gleich gut. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die passende Adresse für Ihre Suche zu finden:

1

Schwule & bisexuelle Männer

  • Feste Beziehung: gayParship (Akademiker:innen, 30+) – Persönlichkeitstest und kuratierte Vorschläge.
  • Community & Freundschaften: PlanetRomeo – Gruppen, Reise-Radar, Hunqz-Bereich.
  • Spontane Treffen: Grindr – ortsbasiert, schnell, direkt.
2

Lesbische, bisexuelle & queere Frauen

  • Beste Allround-App: HER – speziell für FLINTA*, mit Community-Feed.
  • Feste Beziehung: gayParship – mit fast 50 % weiblichen Mitgliedern eine der besten Optionen für lesbische Frauen in Österreich.
  • International / Reisen: Taimi oder Lex – für Vernetzung über Grenzen hinaus.
3

Trans, non-binäre & gender-fluide Personen

  • Inklusivste Identitätsabfrage: Taimi (15+ Orientierungen) und OkCupid (22 Geschlechter, 12 Orientierungen).
  • Trans-spezifisch: My Transgender Date – Plattform mit klarem Fokus auf respektvollem Dating.
  • FLINTA*-Community: HER bietet bewusst Raum für trans-Frauen, trans-Männer und non-binäre Personen.
4

Bisexuelle, pansexuelle & polyamore Singles

  • Allround: Taimi und OkCupid – mit klaren Filtern für Beziehungsmodelle.
  • Sex-positiv: Feeld – bekannt für offene Beziehungsformen.

4. Sicherheit & Privatsphäre für queere Singles

1. Diskretion ist nicht verhandelbar

Auch wenn Österreich seit 2019 die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt und in Wien eine offene queere Szene existiert, ist Coming-out für viele in ländlichen Regionen, am Arbeitsplatz oder in der Familie noch immer ein Thema. Eine gute LGBTQ+ Dating-App muss daher Diskretion auf höchstem Niveau bieten:

  • SSL-verschlüsselte Datenübertragung & DSGVO-Konformität
  • Inkognito- oder Stealth-Modus (verbergen, dass Sie online sind)
  • Standort-Verschleierung statt exakter GPS-Anzeige
  • Screenshot-Schutz für private Fotos (Standard bei Taimi)
  • Pseudonym-Funktion und kontrollierte Foto-Freigabe

Vorsicht im Ausland. Apps wie Grindr nutzen sehr genauen Standort. In Ländern, in denen Homosexualität verfolgt wird, kann das gefährlich werden. Wer in solche Länder reist (auch zur Durchreise), sollte die App temporär löschen oder den Standort manuell setzen.

2. Seriosität der Anbieter

Bei den großen Plattformen für die LGBTQ+ Community gibt es deutliche Qualitätsunterschiede:

  • gayParship gehört wie Parship zur PE Digital GmbH (ProSiebenSat.1) – TÜV SÜD-zertifiziert, mit hauptberuflichem Sicherheitsteam.
  • PlanetRomeo wird seit über 20 Jahren aus Amsterdam betrieben, hat einen mehrsprachigen Support und arbeitet aktiv mit Health-Organisationen zusammen.
  • HER wird von Bloomer Inc. betrieben, geführt von Robyn Exton, einer queeren Frau – mit klarem Community-Auftrag.
  • Grindr hatte in der Vergangenheit Datenschutz-Vorfälle (Verkauf von HIV-Status-Daten 2018) und befindet sich seit 2020 wieder in US-amerikanischer Hand. Vorsicht ist hier weiterhin angebracht.
  • Taimi betreibt aktive Moderation und nutzt SMS-Verifizierung zur Reduzierung von Fake-Profilen.

5. Kosten & Preismodelle im Vergleich

1. Was kosten LGBTQ+ Dating-Plattformen?

Die Preisspanne im queeren Dating-Markt ist breit – von komplett kostenlos bis zu mehreren hundert Euro pro Halbjahr. Hier ein Überblick über die monatlichen Premium-Kosten der wichtigsten Plattformen (jeweils im günstigsten Jahresabo):

PlattformPremium / Monat (Jahresabo)Was kostet wirklich?
PlanetRomeoNur Werbefreiheit, XXX, Inkognito
Grindr XTRA8,33 €Mehr Profile sichtbar, keine Werbung
HER Premium5,99 €Inkognito, Filter, Likes-Übersicht
Taimi XLUnbegrenzte Likes, Filter, Boost
gayParshipVolle Kommunikation, Profilbilder

Die Gesamtkosten für ein halbes Jahr Premium-Mitgliedschaft variieren stark:

2. Warum kostet ernsthaftes queeres Dating mehr?

Wie auch im hetero Bereich gilt: Je höher die Eintrittshürde einer Plattform, desto ernsthafter sind die Mitglieder. Das gilt insbesondere für Partnervermittlungen wie gayParship, deren Premium-Preise im gehobenen Bereich liegen. Dafür bekommen User:

  • Einen wissenschaftlich entwickelten Persönlichkeitstest mit 80 Fragen
  • Aktiv geprüfte Profile (kein Catfishing, keine Bots)
  • Eine kuratierte Auswahl von 5–10 wirklich passenden Partnern pro Tag
  • Mitglieder, die ernsthaft eine Beziehung suchen (statt Spaßmacher)

3. Gibt es eine gute UND komplett kostenlose Plattform?

Jein. HER und PlanetRomeo bieten tatsächlich erstaunlich viel kostenlos an – Profile erstellen, chatten, Nachrichten lesen und schreiben funktionieren ohne Bezahlfunktion. Auch Taimi und Grindr sind in Grundfunktionen gratis nutzbar.

Die Schattenseite: Kostenlose Apps finanzieren sich über Werbung (oft sehr aggressiv) und über Premium-Funktionen, die das Erlebnis spürbar verbessern. Wer wirklich aktiv daten will, kommt um eine Premium-Mitgliedschaft selten herum.


6. Erfahrungen & Praxistipps von queeren Singles

Aus Hunderten von Erfahrungsberichten und unseren eigenen Tests ergibt sich ein klares Bild: Erfolgreich queer daten erfordert mehr als nur die richtige App. Hier die wichtigsten Tipps unserer Tester und Community:

  • Mehrere Apps testen, dann fokussieren. Probieren Sie 2–3 Plattformen parallel kostenlos aus und entscheiden Sie nach 2 Wochen, wo Sie am meisten Resonanz erhalten.
  • Profil ehrlich und konkret füllen. Geben Sie an, was Sie suchen (Beziehung, Freundschaft, Hookup, polyamore Verbindung) – das spart allen Beteiligten Zeit.
  • Pronomen angeben. Auch als cis Person ist es ein Zeichen von Respekt und macht Profilen, die Pronomen suchen, das Leben leichter.
  • Erstes Date öffentlich, mit Backup. Wie überall im Online-Dating: Erstes Treffen an einem belebten Ort, eine Vertrauensperson informieren.
  • Video-Call vor dem ersten Treffen. Reduziert Catfishing-Risiko und gibt einen ersten Eindruck. Viele Apps haben mittlerweile integrierte Video-Funktionen.

Highlights – LGBTQ+ Dating Österreich (05/2026)

Kurzfazit für alle, die schnell vergleichen möchten:

  • Für wen? Schwule, lesbische, bisexuelle, trans, non-binäre und queere Singles in Österreich – alle Altersgruppen ab 18.
  • Top-Allrounder: gayParship (Beziehung), HER (queere Frauen), PlanetRomeo (schwule Männer-Community), Grindr (Spontankontakte), Taimi (gesamtes Spektrum).
  • So funktioniert‘s: Identität wählen, Pronomen angeben, Profil ehrlich füllen, Diskretions-Features aktivieren – dann starten.
  • Kosten: Von 0 € (HER, PlanetRomeo Basis) bis ca. für 6 Monate gayParship Premium.
  • Sicherheit: Inkognito-Modus, Standort-Verschleierung, Video-Call vor Treffen.
  • Praxis-Tipp: 2–3 Apps parallel ausprobieren, danach auf die mit der besten Resonanz konzentrieren.

→ Jetzt die passende LGBTQ+ Dating-Plattform finden und queer in Österreich datein.


7. Trans- und non-binäres Dating in Österreich

Worauf trans und non-binäre Singles achten sollten

Trans Personen werden auf vielen Mainstream-Apps auch heute noch fetischisiert oder als „Diversity-Quote“ behandelt. Spezialisierte Plattformen schaffen hier deutlich mehr Sicherheit. Worauf Sie achten sollten:

  • Identitäts-Optionen über das Binäre hinaus: Mindestens trans man, trans woman, non-binary, gender-fluid, agender als separate Optionen.
  • Pronomen-Felder: sie/er/they/dey – als Standardfunktion, nicht als versteckte Bio-Eingabe.
  • Reporting-System gegen Transphobie: Klare Community-Regeln und schnelles Eingreifen der Moderation.
  • Filterfunktion für gesuchte Identitäten: Damit nicht nur cis Profile angezeigt werden.

Empfehlenswerte Plattformen für trans und non-binäre Personen in Österreich:

  • Taimi – breitestes Identitätsspektrum, aktive Moderation
  • HER – inklusive für trans Frauen, trans Männer und non-binäre Personen im FLINTA*-Kontext
  • OkCupid – 22 Geschlechter, 12 Orientierungen, gemischter (auch hetero) Pool
  • My Transgender Date – kleinerer, dafür sehr fokussierter Pool

Beratungsangebote in Österreich: Die Wiener Antidiskriminierungsstelle WASt, die Türkis Rosa Lila Villa und VARGES für Menschen mit Variationen der Geschlechtsmerkmale bieten Unterstützung – auch für Fragen rund um Dating und Coming-out.


8. Geschichte der queeren Dating-Szene in Österreich

1. Vom Strafrechtsparagraph zur Regenbogenparade

Die queere Dating-Geschichte in Österreich ist eng mit der Emanzipationsbewegung verknüpft. 1971 wurde die letzte Verurteilung wegen „gleichgeschlechtlicher Unzucht“ ausgesprochen – im selben Jahr wurde Homosexualität zwischen Erwachsenen legalisiert. Bis 2002 galt für schwule Männer ein höheres Schutzalter (18 statt 14), erst ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs schaffte diese Diskriminierung ab.

1996 fand die erste Regenbogenparade in Wien statt – noch vor offizieller Legalisierung der „Werbung für Unzucht“. Heute ist die Vienna Pride mit hunderttausenden Besucher:innen die größte queere Veranstaltung Österreichs.

2. Vom Anzeigenteil zum Algorithmus

Vor dem Internet bestand queeres Dating in Österreich vor allem aus drei Wegen: Szene-Bars in Wien, Anzeigenteilen in queeren Magazinen wie der „Lambda Nachrichten“ und persönlicher Vermittlung über Bekanntenkreise.

Mit dem Internet-Zeitalter kam 2002 GayRomeo (heute PlanetRomeo) und revolutionierte die Szene: Plötzlich konnte man auch außerhalb der Großstädte queere Kontakte finden. 2009 startete Grindr als erste ortsbasierte App und veränderte die Dynamik komplett: spontane Treffen, sofortige Verfügbarkeit, klarer Fokus auf Hookups.

2001 ging gayParship parallel zu Parship online und etablierte das Modell „seriöse queere Partnervermittlung“ im DACH-Raum. HER folgte 2013 als erste echte App von und für queere Frauen, Taimi komplettierte 2017 das Bild als inklusive App für das gesamte LGBTQ+ Spektrum.

Seit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich am 1. Jänner 2019 hat sich die Plattform-Landschaft weiter professionalisiert: Mehr Identitätsoptionen, bessere Moderation, stärkere Diskretion-Features.


9. FAQs zu LGBTQ+ Dating in Österreich

Welche LGBTQ+ Dating-App ist die beste für ernsthafte Beziehungen in Österreich?

gayParship gilt als seriöseste Adresse für queere Singles, die eine langfristige Beziehung suchen. Mit ca. 125.000 Mitgliedern in Österreich, einem wissenschaftlichen Persönlichkeitstest und TÜV-zertifiziertem Datenschutz richtet sich die Plattform vor allem an Singles ab 30 mit Beziehungswunsch. Auch für lesbische Frauen ist gayParship aufgrund der ausgeglichenen Geschlechterverteilung (52 % Männer, 48 % Frauen) eine der besten Optionen.

Welche App eignet sich am besten für lesbische und queere Frauen?

HER ist die größte und am besten bewertete App speziell für queere Frauen, lesbische und bisexuelle Frauen, non-binäre und trans Personen. Mit über 14 Millionen Mitgliedern weltweit, einem aktiven Community-Feed und kostenlosen Kernfunktionen bietet HER einen geschützten Raum, der bewusst nicht von cis Männern überrannt wird. In ländlichen Regionen Österreichs kann der Pool dünn sein – dort lohnt sich der Blick auf gayParship als Ergänzung.

Welche Plattform ist am inklusivsten für trans und non-binäre Personen?

Taimi und OkCupid bieten die umfassendsten Identitäts- und Orientierungsoptionen. Taimi unterstützt 15+ sexuelle Orientierungen und mehrere Geschlechtsidentitäten und hat zusätzlich Sicherheits-Features wie Screenshot-Schutz und Stealth-Modus. OkCupid ermöglicht die Auswahl aus 22 Geschlechtern und 12 Orientierungen sowie bis zu 5 gleichzeitigen Identitäten. Beide Plattformen werden von trans und non-binären Usern positiv bewertet.

Sind LGBTQ+ Dating-Apps in Österreich sicher und diskret?

Die führenden Plattformen bieten umfangreiche Diskretions-Features: SSL-Verschlüsselung, Inkognito-Modus, Pseudonym-Funktion und kontrollierte Foto-Freigabe. Besonders gayParship ist TÜV-zertifiziert und DSGVO-konform. Vorsicht ist bei Reisen ins Ausland geboten: In Ländern, in denen Homosexualität verfolgt wird, kann die GPS-Funktion von Apps wie Grindr gefährlich werden. Hier empfiehlt sich, die App temporär zu löschen oder den Standort manuell zu setzen.

Was kostet eine LGBTQ+ Dating-Plattform in Österreich?

Die Preisspanne ist groß: HER und PlanetRomeo bieten viele Funktionen kostenlos an, Premium startet bei wenigen Euro pro Monat. Grindr XTRA kostet im Jahresabo nur ca. 4 € pro Monat. Seriöse Partnervermittlungen wie gayParship liegen je nach Laufzeit zwischen 24,90 € und 69,90 € pro Monat – das entspricht 350 bis 600 € für ein halbes Jahr. Diese Investition lohnt sich besonders für Singles, die eine ernsthafte Beziehung suchen.

Lohnen sich Mainstream-Apps wie Tinder oder Bumble für queere Singles?

Eingeschränkt. Tinder und Bumble haben in den letzten Jahren ihre Identitätsoptionen erweitert und einige LGBTQ+ Features eingeführt. Der Pool ist allerdings überwiegend hetero, was bedeutet, dass der Anteil passender Profile gering ist. Hinzu kommen Probleme mit Catfishing, „spicy straights“ und Paaren auf Suche nach einer dritten Person. Für ernsthaftes queeres Dating sind spezialisierte Plattformen fast immer die bessere Wahl.


Suchen Sie spezialisiertere queere Plattformen?

Liste mit Nischen-Apps für die LGBTQ+ Community

Neben den Testsiegern haben wir uns Spezial-Apps wie SCRUFF (Bear/Mature), GROWLr, BUDDY, LESARION, Hornet und Trans-spezifische Plattformen wie My Transgender Date angesehen…