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  Singlebörsen-News vom 19. Februar 2010

Im Netz der einsamen Herzen

19.02.2010 – Ratgeber Liebe: Den richtigen Partner finden mit Hilfe einer Partnervermittlung im Internet

Wer in der heutigen Zeit einen Partner sucht, hat es nicht ganz einfach. Denn heute stehen uns alle Möglichkeiten offen und deswegen muss sich niemand mehr lebenslang binden. Trotzdem wollen die meisten Menschen nicht auf die Dauer alleine durchs Leben gehen. Viele Menschen fragen sich aber: wo lerne ich am besten jemanden kennen? Neben traditionellen Flirtorten wie Disco, Party und Arbeitsplatz hat sich mittlerweile das Internet als Kontaktmedium etabliert. Singlebörsen und Partnervermittlungen organisieren den Online-Flirt von hunderttausend Singles in Österreich.

Wer die große Liebe finden will, muss sie in der Regel erst mal suchen. Gelegenheit dazu gibt es bei zahlreichen Singlebörsen im Internet. Wie findet man die richtige? Und worauf sollte man beim ersten Date achten?

Die Online-Portale unterscheiden sich vor allem in ihrer Arbeitsweise. Bei den Online-Partnervermittlungen wie parship.at oder love.at sucht die Agentur mit Hilfe eines Persönlichkeitstest den passenden Partner. Diesen Service lassen sich die Agenturen mit bis zu 230 Euro für eine halbjährige Mitgliedschaft bezahlen. Bei Flirt-Börsen wie neu.at und edarling.at müssen sich die Singles selbst auf die Suche machen. Dafür sind diese Plattformen in der Regel wesentlich günstiger, manchmal sogar kostenlos.

Flirt-Portal oder Partnervermittlungsbörse

Die reinen Flirt- und Dating-Portale kosten nichts. Jeder kann sich anmelden und nach bestimmten Kriterien, vor allem aber anhand der Bilder auswählen. Man sucht sich jemanden aus der Umgebung nach den entsprechenden Wunschkriterien aus und schreibt die Person unverbindlich an. Anders verhält es sich bei den Partnervermittlungsbörsen. Da funktioniert die Suche nicht über Bilder. Man muss sehr viele Fragen beantworten und die Ergebnisse werden psychologisch-wissenschaftlich ausgewertet. Dann bekommt man Personen, die zu einem passen könnten, zugeordnet. Dieser Service kostet allerdings Geld. Geld hat aber auch etwas mit Verbindlichkeit zu tun. Man findet dort aus diesem Grund auch mehr Menschen, die es ernst meinen. Für eine reine Affäre würde das zu viel Aufwand bedeuten.

Der Datenschutz ist insofern gewährleistet, als man bei den Partnervermittlungsbörsen die persönlichen Daten nur der Agentur Preis gibt. Das macht Missbrauch schwierig. Bei Datingbörsen muss man sich darüber im Klaren sein, dass man seine persönlichen Daten allen Preis gibt. Jeder kann theoretisch darauf zugreifen.

Vorsicht ja, Angst nein

Man sollte also darauf achten, nie den vollständigen Name, die Email-Adresse, die Telefonnummer oder die Adresse anzugeben. Wer sicher gehen möchte, sollte sich ein zweites Handy mit einer Prepaid-Karte anschaffen und mit den neuen Kontakten ausschließlich darüber telefonieren. Aber bei aller Vorsicht, ein bisschen Grundvertrauen gehört auch dazu. Vorsichtig ist gut, aber sie sollte nicht übertrieben werden.

Wer sich vor Schwindlern fürchtet, sollte wissen, dass für eine Frau seit jeher die Gefahr bestand, auf einen Heiratsschwindler zu treffen - auch, als es noch darum ging, einen Partner per Annoncen zu finden. Männer sind ebenso wenig davor gefeit auf Prostituierte zu treffen. In der Regel geben die \"Professionellen\" aber Telefonnummern an. Vorsicht ist dort geboten, denn die Anrufe können sehr teuer werden. Hellhörig sollte man auch sein, wenn jemand sagt: \"Ich besuche dich, Du musst mir aber das Geld für das Flugticket schicken.\" Darauf sollte man auf keinen Fall eingehen. Grundsätzlich ist zu sagen, dass bei der seriösen Partnersuche eine Portion gesunder Menschenverstand gefragt ist.

Mut zum ersten Date

Um entscheiden zu können, ob der erste Kontakt auch der richtige Partner sein könnte, sollte man relativ schnell telefonieren. Je länger man nach einem ersten Kontakt wartet, umso deutlicher kann ein Bild des anderen entstehen, dem die Person in der Realität nicht gerecht werden kann. Dann ist die Enttäuschung groß. Also schnell telefonieren und schnell treffen.

Das erste Treffen sollte auf keinen Fall zu Hause stattfinden. Es ist besser ein erstes Treffen in der Öffentlichkeit zu verabreden. Eine Verabredung z.B. auf dem Flohmarkt oder zum Spaziergang ist passender, und eine halbe Stunde ist durchaus ausreichend. Wenn es gut läuft, kann man immer noch verlängern und anschließend in ein Café gehen. Aber wenn man von vornherein eine kurze Zeitspanne vereinbart, kommt man nicht in die Verlegenheit sich rausmogeln zu müssen, wenn die Person nicht gefällt.

Für das erste Date gilt: Die Erwartungen sollten nicht zu hoch sein. Ein erstes Treffen ist nur dazu da, um zu klären, ob es ein zweites geben kann. Das erste Date ist kein Treueversprechen und denen, die dazu neigen, schnell zu idealisieren, sei empfohlen, parallel zu Daten. Das ist erlaubt und ganz wichtig, weil es dem ersten Date das Gewicht nimmt.

Freiräume wahren

Auch wenn man jemanden gefunden hat, mit dem es ernst werden könnte, sollte man niemals vergessen, die eigenen Freiräume zu wahren und diese auch zu geben. In einer zweiten oder dritten Liebe sind Absprachen in der Regel leichter zu treffen, weil jeder der Partner über entsprechende Erfahrungen verfügt. Die neue Beziehung wird nur durch die Partner selbst definiert. Keiner von beiden muss etwas tun. Wenn beide ihre Wohnungen behalten möchten, dürfen sie das. Man nennt das auch \"living apart together\" - zu Deutsch zusammen getrennt leben.

Aktiv einen neuen Partner zu suchen, lohnt auf jeden Fall. Aber es gehört auch ein bisschen Mut dazu, sich einzulassen.

 

 

Quelle: im-salzkammergut.at

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