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Seitensprung-Erpressung landet vor Gericht 

Klagenfurt, 24.07.2009 - Ein Seitensprung endete am Donnerstag für 38-jährige Kärntnerin am Landesgericht Klagenfurt. Erpressung und Nötigung ihres ehemaligen Geliebten wurde ihr vorgeworfen.

Ein Seitensprung endete gestern für eine 38-jährige Kärntnerin am Landesgericht Klagenfurt vor Richter Gerhard Pöllinger. Erpressung und Nötigung ihres ehemaligen Geliebten wurde ihr vorgeworfen. Per SMS forderte die Frau 10.000 Euro - anderenfalls wollte sie der betrogenen Ehefrau des Mannes von der zwei Jahre zurückliegenden Affäre erzählen. "Warum haben Sie diese Geldforderung gestellt?", will Richter Pöllinger wissen. "Er hat mich mit Anrufen bombardiert und gesagt er bringt sich um, wenn ich ihn nicht weiter treffe. Ich wollte meine Ruhe haben", sagt sie. Der Richter macht die Angeklagte darauf aufmerksam, dass eine Anzeige bei der Polizei wegen Stalkings da doch die einfachere und vor allem nicht strafbare Variante gewesen wäre. Das habe sie sich, sagt sie, nicht getraut, weil sie nicht wollte, dass ihr Ehemann von der Affäre erfährt. Sie habe sich nicht bereichern wollen - warum sie die 10.000 Euro gefordert hat, konnte sie trotz mehrmaliger Versuche aber auch nicht plausibel erklären.

Fünf Monate bedingt

Insgesamt drei SMS hat die Angeklagte zwischen Jänner und März an ihren Seitensprung geschickt. Das "Schweigegeld" sollte der 57-jährige Pensionist in einem in Zeitungspapier eingewickelten Kuvert in einem bestimmten Zeitungsständer deponieren. Das tat dieser auch. Als seine ehemalige Geliebte das Kuvert herausfischte, musste sie aber feststellen, dass es leer war. Weil er danach wieder eine Droh-SMS bekam, zeigte der Pensionist die Frau an.

Diese versuchte sich gestern beim Prozess als Stalking-Opfer darzustellen. "Ein Opfer sind Sie für mich nicht. Sie haben nur den einfacheren Weg gewählt, damit ihr Schatzi nichts erfährt", sagt Richter Pöllinger. Wegen des Vergehens der Nötigung verurteilte er die 38-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten bedingt. Ihr Mann weiß bis heute nichts von der Affäre...

 

Quelle: kleinezeitung.at

 

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