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Die gute Nachricht: Nach der Lektüre dieses Artikels werden Sie ein
Profi sein, der Fakes schon in wenigen Sekunden erkennen kann!
Sie fragen sich zurecht: Was ist überhaupt ein Fake? Sagen wir es mal
so: Die in einem Kontaktportal mit Wort und Bild beschriebene Person gibt
es so gar nicht. Das kann zwei Ursachen haben: 1. Ein
Kontaktportal möchte mit einem Fake etwas erreichen.
2. Oder ein Kontaktportal-Nutzer beschreibt sich falsch.
Soweit die grauen Theorie. Jetzt schauen wir mal, wie das in der Praxis
aussieht:
Wir schildern Ihnen in diesem Artikel typische Beispiele für Fakes, wer
davon betroffen sein könnte, wer dahinter steckt, was Kontaktportale
dagegen unternehmen und natürlich, wie Sie diese Fakes erkennen können.
Falls Sie noch nicht zu den alten Hasen bei der Partnersuche im
Internet gehören, sollten Sie alles genau durchlesen! Es wird Ihnen
helfen! Für die Lesefaulen und Eiligen unter Ihnen schon mal das
Wichtigste vorweg:
- Fakes sind überwiegend in kostenlosen Kontaktportalen
anzutreffen
- Profi-Fakes von Geschäftemachern richten sich ausschließlich an
Männer. Finger weg, wenn Sie Frauen nur per überteuerte SMS oder
Service-Nummer (0900...) erreichen können.
- Frauen müssen "nur" auf schwindelnde Männer ("Ich
bin wirklich Single!") aufpassen.
Kontaktportal-Fake 1:
Prostituierte auf Kundenfang
Uschi
hat SEHR erotische Fotos im Profil. Gerne gibt sie sich auch dem
nächstbesten Mann hin. Allerdings nicht privat, sondern gegen Bares. Das
merkt Mann aber erst auf den zweiten Blick...
Häufigkeit: eher selten
Wer macht so etwas? Prostituierte, die das
Internet entdeckt haben.
Wo anzutreffen? Fast nur auf reinen
Sexkontakt-Portalen.
Das machen gute Kontaktportale: Je nach
Unternehmensphilosophie werden einschlägige Profile gelöscht oder
gesondert gekennzeichnet.
So erkennen Sie diese Fakes: Punkt 1: Fotos, die
selbst die nymphomanische Nachbarin nicht herausgeben würde. Punkt 2:
Klassische Szene-Formulierungen, wie "gelangweilte, immer g***
Hausfrau möchte Taschengeld aufbessern" oder "heiße Studentin,
die sich Sorgen um die Studiengebühr macht"
:
Kontaktportal-Fake 2:
Ein echter Single schummelt ein wenig
Mogeln
wir nicht alle etwas, wenn wir uns in einem Kontaktinserat selbst
beschreiben sollen? Bewusste "große Lügen" gehen aber zu weit!
Nur, wo ist die Grenze: - Petra mit dem dicken Po gibt an: Figur
"normal" - Peters "Sportwagen" ist ein tiefergelegter
VW Lupo - Anna, die Zickige beschreibt sich "ausgeglichen" und
"tolerant" - Hans will seitenspringen und surft daher als
"Single"
Häufigkeit: Wir schätzen, rund 10-20% aller
Kontaktinserate sind in einigen Punkten stark frisiert.
Wer macht so etwas? Nach unserer Erfahrung sind
es überwiegend die Männer, die sich bewusst falsch beschreiben, um damit
irgendetwas zu erreichen. Blöd nur, dass das Meiste beim ersten Treffen
auffliegt...
Wo anzutreffen? Überall!
Das machen gute Kontaktportale: Für die
Kontaktportale ist es natürlich unmöglich herauszufinden, wie Petras Po
beschaffen ist. Allerdings können Mitglieder, die bewusst lügen, an den
Kunden-Support gemeldet (und dann ausgeschlossen) werden, so dass andere
zumindest in der Folgezeit geschützt werden.
So erkennen Sie diese Fakes: Der normale
Menschenverstand, den Sie auch im wahren Leben einzusetzen gelernt haben
(Hoffentlich!), wirkt Wunder. Ansonsten gilt: Bitten Sie vor dem ersten
Treffen um weitere Fotos, telefonieren Sie vorher, lernen Sie sich besser
kennen. Der oberflächliche Schnell-Lügner, dem nichts an Ihnen legt,
verliert dann auch schnell die Lust.
Kontaktportal-Fake 3:
Männer wollen nicht bezahlen
Ein
Mann legt sich ein männliches und ein weibliches Kontaktinserat zu. Da er
als Mann keine Frauen kontaktieren kann, ohne vorher bezahlt zu haben,
kommuniziert er kostenlos über sein Frauen-Profil: "Liebe Anna, ich
bin gar nicht petra0815 sondern peter0815..."
Diese Art von Fakes ärgert nicht die Singles, sondern die
Kontaktbörsen.
(Hee, das soll hier übrigens keine Anleitung sein ;-)
Häufigkeit: eher selten
Wer macht so etwas? Männer, die sich vorm
Bezahlen drücken wollen.
Wo anzutreffen? In Kontaktportalen, wo nur
Männer bezahlen müssen, um andere Mitglieder zu kontaktieren.
Das machen gute Kontaktportale: Sie werfen die
betreffenden Mitglieder raus! Und wenn's zu oft vorkommt, stellen sie ihr
System so ein, dass Frauen kostenlos nur Männer, aber keine anderen
Frauen kontaktieren können.
So erkennen Sie diese Fakes: Sie überlesen
solche Fakes höchstwahrscheinlich, da die zugehörige
Frauen-Kontaktinserate in der Regel nur Müll und kein Foto enthält.
Kontaktportal-Fake 4:
Die größte Sauerei: Animateure
Das
Portal ist hochglanzmäßig gestylt und die Profile sind zu schön, um
wahr zu sein. Wer die Damen kontaktieren möchte, kann das aber nur via
SMS (1,99€) - so funktioniert das Portal eben.
Allerdings: Die Damen sind gar keine Damen. Sie werden von Animateuren
gespielt, die in irgendwelchen Hinterhöfen sitzen und versuchen werden,
Sie "bei der Stange" zu halten.
Häufigkeit: Fast alle SMS-Kontaktportale!
Wer macht so etwas? Dieselben Firmen, die nachts
im TV Werbung schalten "Sofortkontakt in Deiner Nähe!". Die
sagen sich: Warum teure Fernseh-Werbung? Wir basteln schnell ein
SMS-Kontaktportal!
Wo anzutreffen? Fast alle SMS-Kontaktportale, die
Sie im Internet finden.
So erkennen Sie diese Fakes: Erstens: Finger weg
von INTERNET-Kontaktportalen, wo das Kontaktieren unpraktischerweise nur
via SMS möglich ist. Fragen Sie sich mal, warum man dort nicht per Mail
Kontakt aufnehmen kann! Zweitens: Lesen Sie die AGB (das Kleingedruckte)!
Dort steht dann irgendwo in Paragraph 17: "Dem Nutzer ist bekannt,
dass Animateure eingesetzt werden, die sich wahlweise als Frau oer Mann
ausgeben können." Damit sind die Anbieter nämlich rechtlich
abgesichert und Sie können die 123,45€, die Sie verplempert haben,
nicht einklagen.
Kontaktportal-Fake 5:
Peter spielt Petra
Ein
männlicher Spaßmacher entwirft ein weibliches Kontaktinserat, um mal zu
testen, wer sich darauf so alles meldet.
Häufigkeit: früher Männer-Volkssport, heute
eher selten
Wer macht so etwas? Männer, die andere Männer
veralbern wollen
Wo anzutreffen? kostenlose Kontaktinserat-Portale
und Singlechats
Das machen gute Kontaktportale: Über 80% dieser
Späße sind so dilettantisch, dass sie die Prüfinstanzen der
Kontaktbörsen nicht überleben. Im Zweifelsfall fragen die Prüfer
einfach nochmal nach und verlangen in Ausnahmefällen sogar eine Kopie des
Personalausweises . So erkennen Sie diese Fakes: Die Kombination aus einem
unglaublich Modell-mäßigen Foto (oft sogar von Promis!) und einem
völlig niveaulosen Text sollte Ihnen sehr verdächtig vorkommen...
Kontaktportal-Fake 6:
Frauen, die schlicht an Ihr Geld wollen
Insbesondere
die osteuropäische Damenwelt mogelt sich gerne in deutschsprachige
Kontaktportale, um Männer verliebt zu machen und ihre Gutmütigkeit
auszunutzen.
Häufigkeit: Gar nicht sooo selten!
So erkennen Sie diese Fakes: Die Damen kommen
recht schnell auf den Punkt, spätestens in der dritten E-Mail lesen Sie
dann: "You are so beautiful, please send money for ticket. I visit
you!"
.
.
Kontaktportal-Fake 7:
Kontaktinserate als Werbemüll
Diese
Form des Fakes ist aktuell mit Abstand am weitesten verbreitet und
vergleichbar mit den Spam-E-Mails, die sie jeden Tag erhalten:
Geschäftemacher missbrauchen Kontaktportale als Werbeplattform, indem sie
massenhaft Frauen-Kontaktinserate erfinden und dann per FlirtMail Tausende
von männlichen Mitgliedern vollmüllen.
Häufigkeit: sehr häufig - eine echte Plage
Wer macht so etwas? Unseriöse Services, die auf
diese Art und Weise Männer locken wollen.
Wo anzutreffen? fast nur in Singlebörsen, die
Fauen kostenlos nutzen können
Das machen gute Kontaktportale: Sie schreiben in
ihr Kleingedrucktes: "Wer unsere Plattform für Werbung missbraucht,
muss 10.000,-€ Strafe zahlen!" und verklagen alle, die sie selbst
entdecken oder die von genervten Mitgliedern gemeldet werden. Und sie
kontrollieren alle Profile und E-Mails automatisch auf verdächtige
Begriffe wie "SMS", "0900" oder Links.
So erkennen Sie diese Fakes: "Völlig
normale" Frauen möchten Sie dringend kennenlernen, aber nicht
einfach per Mail, wie es sich anbieten würde, sondern auf anderem und
teurerem Wege. Die drei Klassiker sind:
- "Hallo, ich bin Petra und finde Dich süß. Mit
meinem Computer kann ich nicht so gut umgehen. Schreib' mir doch
einfach eine SMS an 444444 mit dem Stichwort PETRA"
- "Weil das Internet für mich so unsicher ist,
rufe mich doch einfach unter 0900-123456 an und verlange PETRA."
- "Hier bin ich nicht so oft, denn auf www.xyz.de
gefällt es mir viel besser und ich habe dort auch einige freizügige
Fotos von mir."
Solche Mails sofort in den Papierkorb befördern!
Mit all diesen abschreckenden Beispielen wollen wir Ihnen nicht etwa
die Lust an Kontaktportalen vermiesen, sondern Sie nur ein wenig
sensibilisieren.
Denken Sie daran: Mit ein wenig Routine wird Ihr Hirn in Kürze in der
Lage sein, Kontaktportal-Fakes vollautomatisch zu erkennen und einfach aus
Ihrer aktiven Wahrnehmung auszublenden. Sie können sich dann voll und
ganz auf das Wesentliche konzentrieren: Viele spannende neue Leute
kennenlernen und vielleicht Mr. oder Ms. Right finden!
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